sevDesk vs Lexoffice – Vergleich & 10 Aspekte

sevDesk vs Lexoffice – wenn du wissen möchtest, wie sich die beiden Buchhaltungsprogramme unterscheiden und welches der beiden Tools für dich besser passt, dann bist du hier genau richtig. Wenn du wissen möchtest, wie du einfach 50% sparen kannst, dann lese bis ganz zum Schluss. 

Wer ein kleines oder mittleres Unternehmen führt, muss sich um viele Dinge kümmern: Kundenakquise, Produktentwicklung, Marketing und vieles mehr. Da bleibt oft wenig Zeit für die Buchhaltung. Zum Glück gibt es intelligente Buchhaltungsprogramme, die dir die Arbeit erleichtern. Zwei der bekanntesten Anbieter sind sevDesk oder Lexoffice. Doch welche Software passt besser zu deiner Firma? In diesem Artikel vergleichen wir sevDesk vs Lexoffice in den folgenden Kategorien:

  • Preise und Tarife
  • Funktionsumfang
  • Nutzerfreundlichkeit
  • Schnittstellen
  • Support

 

Beide Anbieter sind sehr beliebt und haben viele zufriedene Kunden. Laut den Webseiten von sevDesk oder Lexoffice haben sie jeweils über 100.000 Nutzer. Die exakten Zahlen veröffentlichen beide nicht.

Neben Lexoffice oder sevDesk Es gibt natürlich auch andere Anbieter von Buchhaltungssoftware auf dem Markt, die du dir anschauen kannst. Einige Beispiele sind:

  • FastBill: Ein einfaches und günstiges Rechnungsprogramm für Freelancer und Kleinunternehmen
  • Debitoor: Eine intuitive und flexible Buchhaltungssoftware für Selbstständige und KMU
  • Billomat: Ein umfangreiches und professionelles Tool für alle Branchen und Unternehmensgrößen

Bei diesen drei Anbietern handelt es sich um Nischenlösungen. Wir wissen weder, wie gut deren Support ist, noch lässt sich aktuell beurteilen, ob diese Anbieter in 5 Jahren noch Updates raus bringen oder nicht. Unsere persönliche Meinung ist daher, auf die großen der Branche zu setzen, weil bei sevDesk und Lexoffice hunderttausende Euro in die Entwicklung gesteckt werden und langfristige Konzepte dahinter stehen – was bei kleinen Nischenanbietern möglicherweise nicht der Fall ist. Anbieter FastBill hat zum Beispiel auch den automatischen Belegabgleich verlangt jedoch mit 59 Euro pro Monat mehr als doppelt so viel wie sevDesk oder Lexoffice.

Konzentrieren wir uns also auf die beiden Marktführer und beginnen den Vergleich:

 

Preise und Tarife: sevDesk vs Lexoffice

Sowohl sevDesk als auch Lexoffice bieten verschiedene Tarife an, die sich je nach Funktionsumfang und Anzahl der Nutzer unterscheiden. Bei beiden Anbietern kannst du die Software 14 Tage (sevDesk) oder 30 Tage (Lexoffice) kostenlos testen.

Lexoffice hat vier Tarife:

  • S (5,90 € pro Monat),
  • M (9,90 € pro Monat),
  • L (16,90 € pro Monat) und
  • XL (24,90 € pro Monat).

Je nach Tarif kannst du auch bei Lexoffice Rechnungen und Angebote erstellen, deine Belege erfassen, deine Finanzen auswerten, deine Umsatzsteuervoranmeldung erledigen und deine Lohnabrechnung machen. Allerdings setzt Lexoffice auf Zusatzpakete. So kostet zum Beispiel die Möglichkeit, Belege aus Emails zu importieren extra und auch die Anbindung an WooCommerce ist nur gegen ein weiteres Abo mit einer Drittfirma möglich.

lexoffice erleben

Der Vorteil von Lexoffice ist, dass du mit 4 Tarifen mehr Wahlmöglichkeit hast als bei sevDesk. Bei Lexoffice kannst du schon im S-Tarif deine Belege erfassen und deine Finanzen auswerten, während du bei sevDesk dafür mindestens den Buchhaltungstarif brauchst.

sevDesk hat drei Tarife:

  • Rechnung (8,90 € pro Monat),
  • Buchhaltung (17,90 € pro Monat) und
  • Warenwirtschaft (42,90 € pro Monat).

Je nach Tarif kannst du Rechnungen und Angebote erstellen, deine Belege erfassen, deine Finanzen auswerten, deine Umsatzsteuervoranmeldung erledigen und deine Lagerbestände verwalten.

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Der Vorteil von sevDesk ist, dass du mehr Funktionen in einem günstigeren Tarif bekommst als bei Lexoffice. Zum Beispiel kannst du bei sevDesk schon im Rechnungstarif unbegrenzt Rechnungen erstellen und verschicken, während du bei Lexoffice dafür mindestens den M-Tarif brauchst. Außerdem kannst du bei sevDesk auch Warenwirtschaftsfunktionen nutzen, die bei Lexoffice fehlt.

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Funktionsumfang: sevDesk vs Lexoffice

Sowohl sevDesk als auch Lexoffice bieten dir umfangreiche Funktionen für deine Buchhaltung an. Du kannst mit beiden Programmen:

  • Rechnungen und Angebote erstellen und verschicken
  • Belege erfassen und verwalten
  • Finanzen auswerten und überblicken
  • Umsatzsteuervoranmeldung online erledigen
  • DATEV Standardkontenrahmen nutzen
  • Mit deinem Steuerberater zusammenarbeiten
  • Wiederkehrende Rechnungen automatisch erstellen und versenden
  • Rechnungen per Post oder Mail verschicken
  • Rechnungen stornieren oder korrigieren
  • Rechnungen im Firmendesign gestalten
  • Support bei Fragen und Hilfestellungen

Warenwirtschaft: 

Wenn du physische Waren verkaufst, wie Kleidung, Elektronik Zubehör, etc dann ist sevDesk für dich wahrscheinlich besser geeignet, weil hier ein Warenwirtschaftssystem integriert ist. Hiermit lassen sich Auftragsbestätigungen und Lieferscheine aber auch Lieferantenpreise und Kundenpreise hinterlegen.

Gehaltsabrechnung:

Wenn du mehrere Mitarbeiter hast und Gehaltsabrechnungen erstellen musst, dann ist Lexoffice die bessere Wahl. Lexoffice bietet ein umfangreiches Modul „Lohn- und Gehaltsabrechnung“ an. Testen konnten wir es nicht aber wir haben herausgefunden, dass das Modul separat abgerechnet wird und zwischen 9,90 und 29,90 Euro zusätzlich pro Monat kostet.

Nutzerfreundlichkeit: sevDesk vs Lexoffice

Sowohl sevDesk als auch Lexoffice sind einfach zu bedienen und haben eine übersichtliche Benutzeroberfläche. Du kannst mit beiden Programmen:

  • Dich schnell und unkompliziert anmelden und registrieren.
  • Eine Einführung aber auch Hilfestellung erhalten.
  • Deine Daten in der Cloud speichern und von überall aus zugreifen.
  • Deine Daten sicher und verschlüsselt übertragen.
  • Server Standort ist bei beiden Unternehmen Deutschland.

 

Vergleich von sevDesk vs Lexoffice sevDesk bietet einige Vorteile im Bereich der Rechnungs Erstellung. Hier zeigt sich sevDesk sehr flexibel:

  • Textbausteine oder Freitextfelder für deine Rechnungen verwenden
  • Internationale Währungen oder Steuersätze auswählen
  • Deine Rechnungen digital signieren

 

Lexoffice bietet eine starke App die mit folgenden Funktionen die Buchhaltung vereinfacht:

  • Belege per Drag-and-Drop hochladen oder löschen
  • Belege in verschiedenen Ansichten anzeigen oder bearbeiten
  • Belege per OCR erkennen lassen

Schnittstellen: sevDesk vs Lexoffice

Sowohl sevDesk als auch Lexoffice haben viele Schnittstellen zu anderen Programmen oder Diensten. Diese Schnittstellen sind sehr wichtig, damit Daten aus verschiedenen Quellen ihren Weg in die Buchhaltung finden, dort verarbeitet werden und dann in Form von Meldungen zum Beispiel an das Finanzamt oder den Steuerberater übermittelt werden können. Die Schnittstellen sind als ein wirklich wichtiges Feature – auch für die Zukunft deines Unternehmens.

DATEV Standardkontenrahmen 2023

Du kannst mit beiden Programmen:

  • Deine Daten mit DATEV an deinen Steuerberater übermitteln
  • Deine Daten mit ELSTER an das Finanzamt übermitteln
  • Deine Daten im CSV-, PDF- oder XLS-Format exportieren oder importieren
  • Dein Online-Banking mit deiner Buchhaltung verbinden
  • Deinem Steuerberater einen eigenen Zugang zu deiner Buchhaltung geben

Der Vorteil von sevDesk ist, dass du mehr Schnittstellen zu anderen Programmen oder Diensten hast. Zum Beispiel kannst du bei sevDesk:

  • Deine Daten mit Shopify, WooCommerce oder Amazon synchronisieren
  • Deine Daten mit Zapier, Billbee oder Fastbill verknüpfen
  • Deine Daten mit PayPal, Stripe oder Klarna abrechnen
  • Dein Online-Banking mit mehr als 3.000 Banken verbinden

Natürlich kann auch Lexoffice Daten mit Banken austauschen. Bei Lexoffice sind es 37 Banken die mit der Buchhaltungssoftware kommunizieren können. Darunter die meisten, wichtigen Banken. Wer sich jedoch für die Münchner Fidor Bank (kostenloses Geschäftskonto) entscheidet, kann Lexoffice leider nicht anbinden. Für Lexoffice empfiehlt sich daher ein kostenloses Geschäftskonto mit HBCI – die Anbindung ist einfach und in wenigen Minuten erledigt.

 

Support: sevDesk vs Lexoffice

Sowohl sevDesk als auch Lexoffice bieten dir einen guten Support an. Du kannst mit beiden Programmen:

  • Eine umfangreiche Wissensdatenbank nutzen
  • Ein Online-Hilfecenter besuchen
  • Per Kontaktformular Hilfe suchen
  • Eine Telefon-Hotline anrufen

Lexoffice bietet zusätzlich noch einen Live-Chat und ein Support Forum.

Der Vorteil von sevDesk ist, dass du mehr Support-Zeiten hast als bei Lexoffice, denn bei sevDesk erhältst du auch am Samstag Support. Außerdem kannst du bei sevDesk einen praktischen Rückruf Service nutzen. Im sevDesk vs Lexoffice Vergleich geht der Punkt also an sevDesk.

 

Vergleich: Buchhaltung mit Exel vs Software

Viele Gründer beginnen, indem Sie ein Excel Sheet nutzen und einfach Einnahmen und Ausgaben untereinander aufaddieren. Das funktioniert bis zu einem bestimmten Punkt auch ganz gut. Doch sobald das Finanzamt das erste mal nachfragt, bricht Panik aus. Denn Buchhaltung mit Excel birgt durchaus Risiken. Betrachten wir also auch hier die Unterschiede:

Aspekt Excel Buchhaltungssoftware
Preis Office 365 kostet rund 60 Euro pro Jahr und ist damit günstiger als professionelle Buchhaltungssoftware. Teurer als Excel, aber oft mit mehr Funktionen und Service.
Zuverlässigkeit Hohe Performance und Stabilität von Microsoft Hohe Performance und Stabilität von sevDesk oder Lexoffice. Bei kleineren Anbietern ist die Performance womöglich schlechter.
Steuer Keine automatische Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldung oder anderen Pflichtangaben Hilfsmittel zur korrekten Steuererklärung und Kompatibilität mit ELSTER
DATEV-Schnittstelle Nicht vorhanden Meist vorhanden, um mit dem Steuerberater zusammenzuarbeiten
Rechnungsstellung und -zuordnung (Teil-)automatisiert möglich mit Tabellen und Funktionen (Teil-)automatisiert möglich mit integrierten Modulen
Lohn- und Gehaltsabrechnungen Nicht möglich oder sehr aufwendig Möglich und schnell abgewickelt
Kontenabgleich Nicht möglich oder sehr aufwendig Möglich und übersichtlich
Support Nicht vorhanden oder begrenzt Meist vorhanden und hilfreich
Beratung Nicht vorhanden Manchmal vorhanden als automatische Steuerberatung

Risiken

Die Buchhaltung manuell mit Excel oder einer Buchhaltungssoftware birgt auch einige Risiken, wie zum Beispiel:

  • Bei Excel besteht die Gefahr von
    • Fehlern bei der Eingabe,
    • Berechnung oder Übertragung von Daten, die zu
    • falschen oder unvollständigen Buchungen führen können.
    • Außerdem kann Excel nicht alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen, wie zum Beispiel die GoBD-Konformität.
    • Die elektronische Archivierung von Belegen fehlt.
    • Automatische Prüfungen auf Plausibilität fehlen bei Excel.
  • Bei einer Buchhaltungssoftware besteht die Gefahr von
    • Datenverlust oder -diebstahl, wenn die Software nicht ausreichend gesichert oder aktualisiert wird.
    • Außerdem kann eine Buchhaltungssoftware nicht alle individuellen Bedürfnisse eines Unternehmens abdecken, wie zum Beispiel spezielle Branchenlösungen oder Schnittstellen zu internen Programmen der eigenen Firma.

 

Wir haben – zugegeben – in den Anfangsjahren auch mit Excel gearbeitet. Schlicht aus dem Grund, weil Excel „schon da“ war. Allerdings hat sich diese Entscheidung später als großer Fehler herausgestellt. Denn Buchungen mussten aufwendig nacherfasst werden, Umsatzsteuermeldungen waren mit der Excel-Lösung ebenfalls unmöglich. Wir haben uns deshalb nach einer professionellen Buchhaltungssoftware umgesehen und natürlich sevDesk vs Lexoffice verglichen. Beide Tools sind leistungsstark und gehören in Deutschland zu den Top Anbietern.

 

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Von Chris