Berufshaftpflicht – brauche ich das?

Was ist eine Berufshaftpflicht Versicherung? Wer braucht eine Berufshaftpflichtversicherung und wann können Sie sich die Kosten sparen? 

 

Welche Schäden deckt eine Berufshaftpflicht ab?

Die private Haftpflicht Versicherung ist bekannt. Sie ist die absolute Pflichtversicherung denn sie kostet nur rund 50 EUR im Jahr und deckt im Schadensfall Millionenschäden ab. So wie im privaten Umfeld die private Haftpflicht für ungewollte Schäden eintritt, so tritt die Berufshaftpflicht für Schäden ein, die im beruflichen Umfeld entstehen. Nachdem hier das Schadenspotential jedoch ungleich höher ist, wird die Berufshaftpflicht als „Pflichtversicherung“ für alle Unternehmer gesehen. Gesetzlich vorgeschrieben ist sie jedoch nicht.

Zu den abgedeckten Schäden zählen:

  • Personenschäden: Sie fügen Ihrem Kunden versehentlich einen Schaden zu. Es entstehen hohe Arztkosten – die Versicherung zahlt.
  • Sachschäden: durch ein Missgeschick kippt Ihr Getränk auf den Laptop des Kunden. Der Laptop ist defekt, die Datenrettung kostet 2000 EUR. Hinzu kommen Verdienstausfall und Neubeschaffungskosten.
  • Vermögensschäden: Fehler passieren nun mal. Durch eine versehentlich fehlerhafte Arbeit entsteht Ihrem Kunden ein finanzieller Schaden. Die Berufshaftpflicht zahlt.tb

Doch Vorsicht: bei vielen Anbietern sind nur Personenschäden und Sachschäden versichert. Die Absicherung von Vermögensschäden sind teilweise Extraleistungen. Ob Sie diese benötigen, hängt natürlich von der Art Ihres Gewerbes ab.

 

Kleingewerbe / Freiberufler – Versicherung notwendig?

Eine Versicherung ist wie ein Sicherheitsnetz. Sie hoffen, dass Sie sie nie brauchen aber wenn der Fall eintritt, sind Sie froh, die Versicherung zu haben. Diese Beschreibung trifft auf die Berufshaftpflicht zu, wie auf keine andere Versicherung. Ob Sie als Kleingewerbe oder Freiberufler also einen solchen Versicherungsschutz benötigen, hängt immer davon ab, wie ruhig Sie schlafen möchten.

Der große Vorteil: wenn das Risiko eines Schadens gering ist, dann sind auch die Beiträge der Berufshaftpflichtversichung niedrig. Sie zahlen also wenig und sind dennoch abgesichert. Ist das Risiko hingegen groß, weil es branchentypisch zu vielen Schäden kommt, dann können Sie davon ausgehen, dass es auch Sie im Laufe der Zeit treffen wird. Die Versicherungsbeiträge sind in diesem Fall also gut investiert. Und steuerlich geltend machen, können Sie diese ja ebenfalls.

 

Berufshaftpflicht – für welche Branchen?

Fotografen & Kameraleute

  • Eine Person verletzt sich in Ihrem Fotostudio. Die Person fällt hierdurch mehrere Wochen beruflich aus.
  • Sie beschädigen versehentlich mit dem Kameraequipment das Eigentum des Kunden. Dieser fordert Schadensersatz.
  • Sie verletzen mit einem Foto Markenrechte, wodurch Ihr Kunde einen finanziellen Schaden erleidet.

Autoren & Blogger

  • Auf dem Weg zu einem Interview übersehen Sie einen Fußgänger und fahren ihn an, wodurch er sich verletzt.
  • Versehentlich beschädigen Sie bei einem Interview das iPhone des Interviewpartners. Dieser fordert Ersatz.
  • Bei einem Artikel geben Sie bei den Bildern versehentlich ein falsches Copyright an, woraufhin eine saftige Schadenersatzforderung ausgesprochen wird.
  • Durch ein von Ihnen verursachtes, fehlerhaftes Posting erleidet Ihr Kunde einen finanziellen Schaden.

Beratung & Coaching

  • Bei einem Bewerbungsgespräch stolpert jemand über Ihre Arbeitstasche und verletzt sich.
  • Einer Ihrer Angestellten verschüttet versehentlich eine Tasse Kaffee über den Laptop des Kunden.
  • Ein Kunde von Ihnen verlangt hohe Schadenersatzforderungen wegen eines versehentlichen Beratungsfehlers.

Werbung & Marketing

  • Ihr Kunde verletzt sich auf Ihrem Betriebsgrundstück und fällt für mehrere Wochen beruflich aus. Behandlungskosten, Arbeitsausfall und Schadensersatzforderungen entstehen. Die Berufshaftpflicht zahlt.
  • Sie beschädigen unbeabsichtigt einen Teil des Equipments im Büro des Kunden.
  • Durch ein Missgeschick löschen Sie versehentlich die gesamte Kundendatei Ihres Kunden. Die manuelle Wiederherstellung dauert mehrere Wochen und verursacht hohe Kosten.

 

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Mehr als 200 Berufe und Branchen lassen sich gegen unvorhergesehene Schäden absichern. Egal ob Sie nebenbei als Näherin Kleidungsstücke nähen oder in der Beratung tätig sind. Wo gearbeitet wird, können Fehler passieren. Die Berufshaftpflichtversicherung deckt Missgeschicke und unvorhersehbare Schäden ab.

 

Wo gilt die Berufshaftpflicht?

Mein erster Gedanke war: bei Personenschäden, etwa wenn sich ein Kunde verletzt, dann zahlt ja dessen Krankenversicherung. Allerdings kann diese sich die entstehenden Kosten vom Verursacher zurück fordern. Und das sind Sie!

Ein zweiter wichtiger Aspekt ist das Ausland. Wenn Sie beispielsweise in der USA einen Schaden verursachen oder ein Kunde durch Ihr Missgeschick geschädigt wird, können die Kosten nicht nur deutlich höher ausfallen – Sie werden Ihnen direkt und unbegrenzt in Rechnung gestellt.

Wenn Sie also international tätig sind oder als Blogger auch mal im Ausland arbeiten, dann ist eine Berufshaftpflichtversicherung mit weltweitem Schutz definitiv empfehlenswert.

Arbeiten Sie jedoch nur vom heimischen Wohnzimmer aus und ihre Tätigkeit ist so simpel, dass Schäden praktisch ausgeschlossen sind, dann können Sie sich die Kosten dieser Versicherung natürlich sparen.

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Selbstbeteiligung ja oder nein?

Eine Selbstbeteiligung bedeutet, dass Sie im Schadensfall einen vorher festgelegten Betrag selbst übernehmen. Üblich sind hier 150 €, 250 € oder 500€. Eine Selbstbeteiligung macht durchaus Sinn, weil sie hilft, die monatlichen Beiträge gering zu halten. Höher als 500 € sollte die Selbstbeteiligung jedoch nicht gewählt werden.

Eine mittlere Selbstbeteiligung von 250 € erachten wir als guten Mittelweg. So reduzieren Sie einerseits den monatlichen Beitrag und erhalten gleichzeitig umfassenden Versicherungsschutz. Personen- & Sachschäden sind mit 10 Millionen Euro versichert – die Selbstbeteiligung von 250 € fällt in diesem Fall also kaum mehr ins Gewicht.

 

Was kostet eine Berufshaftpflichtversicherung?

Hier kommt es sehr stark auf die Versicherungsgesellschaft an. Die großen, alten Versicherungen sind relativ teuer, weil hier ein umfangreiches Vertriebsnetz finanziert werden muss. Deutlich günstiger sind Anbieter wie Helden.de, welche rein digital arbeiten und somit natürlich deutlich bessere Konditionen bieten können.

Wir haben verschiedene Varianten der Berufshaftpflicht berechnen lassen. Die monatlichen Beiträge lagen zwischen 32 € und 49 € im Monat – abhängig von Branche und Umsatzvolumen.

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Von Chris