Private Krankenversicherung für Selbstständige: Lohnt sich der Wechsel?

Die Private Krankenversicherung für Selbstständige bietet oft attraktive Leistungen und günstigere Beiträge – zumindest auf den ersten Blick. Doch der Wechsel von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung sollte wohlüberlegt sein. In diesem Beitrag beleuchten wir die wichtigsten Aspekte, klären Vor- und Nachteile und beantworten die fünf häufigsten Fragen rund um die private Krankenversicherung für Selbstständige.

 

Voraussetzungen: Wer darf sich privat versichern?

Grundsätzlich steht Selbstständigen und Freiberuflern der Weg in die private Krankenversicherung (PKV) offen – unabhängig vom Einkommen. Im Gegensatz zu Angestellten gibt es für sie keine Versicherungspflichtgrenze. Das bedeutet: Sobald eine selbstständige Tätigkeit aufgenommen wird, kann die gesetzliche Krankenkasse verlassen und eine private Krankenversicherung abgeschlossen werden. Voraussetzung ist eine gute Bonität und in der Regel ein stabiler Gesundheitszustand, da private Versicherer Gesundheitsprüfungen durchführen.

Tipp: unabhängige Beratung nutzen. Die selben, günstigen Konditionen wie online Vergleichsportale aber mit persönlicher, individueller Beratung. Krankenversicherung vergleichen.

Doch nicht nur die Fragen zum Gesundheitszustand sind relevant, auch die Versicherung selbst. Einige Anbieter locken mit besonders günstigen Konditionen in die Private Krankenversicherung für Selbstständige. Es folgen jährliche Beitragserhöhungen von 3 – 6%. Bis zum Tod können da schnell mehrere Hunderttausend Euro zuviel bezahlt werden. Wichtig ist also die Wahl einer Krankenversicherung mit niedrigen Beitragsanpassungen.

Vorteile der privaten Krankenversicherung für Selbstständige

  • Individuelle Tarife: Versicherte können den Umfang ihrer Leistungen flexibel wählen – von Basisschutz bis Premiumversorgung.
  • Schnellere Behandlung: Privatversicherte erhalten häufig schneller Arzttermine und werden bevorzugt behandelt.
  • Beitragsersparnis bei jungen, gesunden Selbstständigen: Gerade zu Beginn der Selbstständigkeit kann die PKV günstiger als die gesetzliche Krankenversicherung sein.
  • Leistungsvielfalt: Höhere Erstattungen bei Zahnersatz, Sehhilfen oder Heilpraktikerbehandlungen.

 

Nachteile der privaten Krankenversicherung für Selbstständige

  • Steigende Beiträge im Alter: Mit zunehmendem Alter oder bei schlechter Gesundheit steigen die Beiträge oft deutlich an.
  • Keine kostenfreie Familienversicherung: Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung müssen Ehepartner und Kinder separat versichert werden.
  • Komplexe Tarifstruktur: Der Versicherungsmarkt ist unübersichtlich – ein Vergleich ist aufwendig, aber notwendig.
  • Kostenerstattungssystem: Rechnungen müssen oft vorgestreckt und später eingereicht werden.

 

Die 5 wichtigsten Fragen zur privaten Krankenversicherung für Selbstständige

1. Was kostet eine private Krankenversicherung für Selbstständige?

Die Beiträge variieren stark je nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand und gewähltem Leistungsumfang. Ein Basistarif startet bei ca. 250 bis 400 Euro im Monat. Hochwertige Tarife mit umfassender Versorgung können aber 600 Euro oder mehr kosten. Zusatzleistungen wie ein Krankenhaustagegeld oder ein Chefarztanspruch treiben die Kosten zusätzlich in die Höhe.

2. Kann ich zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln?

towards power

Ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist für Selbstständige nur schwer möglich. In der Regel müssen sie dafür die Selbstständigkeit aufgeben und in ein sozialversicherungspflichtiges Angestelltenverhältnis wechseln – und auch dann nur unter bestimmten Voraussetzungen. Wer sich einmal privat versichert hat, sollte daher langfristig planen.

3. Gibt es Beitragszuschüsse für die private Krankenversicherung?

Im Gegensatz zu Angestellten erhalten Selbstständige keinen Arbeitgeberzuschuss. Sie müssen die Beiträge vollständig selbst tragen. Unter bestimmten Umständen – etwa bei geringem Einkommen – kann ein Wechsel in den Basistarif oder in die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung finanziell sinnvoller sein.

4. Wie kann ich die Beiträge im Alter bezahlbar halten?

Private Versicherer bilden Altersrückstellungen, um die Beiträge im Alter zu dämpfen. Zusätzlich können Selbstständige durch Tarifwahl, Selbstbehalte oder regelmäßige Tarifvergleiche ihre Beiträge beeinflussen. Es empfiehlt sich, frühzeitig Rücklagen zu bilden und ggf. eine Beitragsentlastungskomponente mitzuversichern.

5. Lohnt sich die private Krankenversicherung langfristig?

Das hängt von individuellen Faktoren ab. Für junge, gesunde und einkommensstarke Selbstständige kann die PKV in den ersten Jahren günstiger sein und bessere Leistungen bieten. Mit zunehmendem Alter oder bei Familiengründung kann die gesetzliche Krankenversicherung jedoch wieder attraktiver werden – insbesondere wegen der beitragsfreien Familienversicherung.

Geschäftsführer ohne Gehalt

Gut informiert entscheiden

Die Private Krankenversicherung für Selbstständige ist keine Einbahnstraße, aber ein Schritt mit weitreichenden Konsequenzen. Wer jung, gesund und alleinstehend ist, profitiert oft von den günstigen Einstiegsbeiträgen und der besseren Versorgung. Wer hingegen eine Familie plant oder im Alter stabile Beiträge wünscht, sollte die gesetzliche Krankenversicherung nicht vorschnell verlassen. Ein Vergleich der Tarife, eine individuelle Beratung und ein realistischer Blick auf die persönliche Lebensplanung sind entscheidend. Für Kinder ist der Dinoplan ein guter Weg. Für Selbstständige die oben beschriebene, kostenlose Beratung.

Die Absicherung für Selbstständige ist ein kompliziertes Feld. Für Selbstständige, die langfristig planen und ihre Absicherung selbst in die Hand nehmen wollen, kann die Private Krankenversicherung für Selbstständige eine lohnenswerte Option sein – mit klaren Vorteilen, aber auch nicht zu unterschätzenden Risiken.

Wer eine Familie ernährt, fährt meist mit der Familienversicherung am besten. Familienversichert als Selbstständiger – wie das geht, erfährst du hier.

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Von Chris

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