Die verzerrte Berichterstattung des ÖRR ist für viele Bürger längst kein diffuses Gefühl mehr, sondern ein konkretes Erlebnis. Wer sich in diesen Tagen ausschließlich über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk informiert, bekommt ein sehr selektives Bild der Realität präsentiert.
Ereignisse von erheblicher gesellschaftlicher Tragweite werden verkürzt, relativiert oder nahezu ausgeblendet – während andere Themen unverhältnismäßig viel Raum einnehmen.
29 Sekunden für einen Ausnahmezustand
Ein besonders augenfälliges Beispiel für die verzerrte Berichterstattung des ÖRR ist der jüngste Stromausfall in Berlin. In der Hauptausgabe der Tagesschau wurde dem Vorfall gerade einmal 29 Sekunden Sendezeit eingeräumt. Dabei waren weite Teile der Hauptstadt über Tage hinweg betroffen. Haushalte ohne Strom, ausgefallene Kommunikation, lahmgelegte Infrastruktur – für eine Millionenstadt ein Ausnahmezustand. Das Ausland lacht bereits über Deutschland.
Besonders prekär war die Lage für pflegebedürftige Menschen, Senioren und Familien mit kleinen Kindern. Elektrische Hilfsmittel funktionierten nicht mehr, Notrufsysteme fielen aus. Dass ein solches Szenario in der Berichterstattung lediglich als Randnotiz behandelt wird, wirft ernsthafte Fragen auf.
Doch auch in Berlin selbst sorgte so manche Aktion für Irritation. Berlins Bürgermeister Wegner ging erstmal Tennis spielen. Jeder setzt seine Prioritäten eben anders.
Linksextreme Gewalt: Ein blinder Fleck?
Zur verzerrten Berichterstattung des ÖRR gehört auch der auffällige Umgang mit linker Gewalt. Während über rechtsextreme Vorfälle – zu Recht – ausführlich berichtet wird, bleibt linksextremer Terror häufig unterbelichtet. Dabei handelt es sich längst nicht mehr um Sachbeschädigung an Autos oder Farbbeutel auf Fassaden.
Anschläge auf kritische Infrastruktur stellen eine neue Eskalationsstufe dar. Sie sind ein Angriff auf unsere Demokratie. Die Sabotage von Energieversorgung, Industrieanlagen oder Verkehrswegen betrifft die gesamte Bevölkerung. Doch generell erweckt es den Eindruck, dass es kaum von Interesse ist, wer oder was uns gerade angreift. So müssten die Medien und allen voran der ÖRR recherchieren und berichten. Beispiele dafür sind die Anschläge auf Nord Stream 2, die Stromversorgung des Tesla-Werks in Brandenburg oder zuletzt die Vorfälle in Berlin. Unabhängig von politischer Einordnung müssen solche Taten restlos aufgeklärt und klar benannt werden. Wer hat Nord Stream 2 in die Luft gesprengt? Das Thema böte genug Content für eine Kino Verfilmung. In Deutschland hingegen bleibt auch dieser Angriff auf unsere Demokratie eine Randnotiz.
Politische Einordnung statt nüchterner Information
Ein weiterer Kritikpunkt an der verzerrten Berichterstattung des ÖRR ist die zunehmende Vermischung von Nachricht und Kommentar. Statt nüchterner Einordnung dominieren oft moralische Bewertungen und politische Rahmungen. Das gilt nicht nur für innenpolitische Themen, sondern auch für internationale Ereignisse – etwa militärische Aktionen der USA oder geopolitische Konflikte. So wurde über die kürzlichen Vorkommnisse in Venezuela nicht etwa von „Sturz eines Diktators durch Trump“ berichtet sondern der Diktator poetisch als Mann inszeniert, der sich vom Busfahrer hoch gearbeitet hat. Das kann man so sehen aber es muss dann auch entsprechend eingeordnet werden.
Journalismus im öffentlich-rechtlichen Auftrag sollte informieren, nicht erziehen. Gebührenfinanzierte Medien tragen eine besondere Verantwortung zur Ausgewogenheit. Wenn relevante Fakten verkürzt oder ausgelassen werden, leidet das Vertrauen der Zuschauer.
Warum das Vertrauen schwindet
Studien zeigen seit Jahren, dass das Vertrauen in klassische Medien abnimmt. Viele Bürger informieren sich inzwischen über alternative Kanäle, soziale Medien oder internationale Nachrichtenseiten. Die verzerrte Berichterstattung des ÖRR trägt zu dieser Entwicklung maßgeblich bei.
Gerade in gesellschaftlich angespannten Zeiten ist Transparenz entscheidend. Ob es um Energieversorgung, innere Sicherheit oder wirtschaftliche Fragen geht – eine funktionierende Demokratie braucht umfassend informierte Bürger. Viele Bürger wenden sich deshalb vom ÖRR ab. Die Einschaltquoten von ARD, ZDF, NDR, MDR, WDR, KiKa und wie sie alle heißen, fallen in den Keller. Immer mehr Bürger möchten sich die GEZ Gebühr zurück holen.
Medien, Politik und gesellschaftliche Realität
Die selektive Berichterstattung beeinflusst auch politische Debatten. Wer bestimmte Probleme ausblendet, verschiebt automatisch den öffentlichen Diskurs. Das gilt etwa für Fragen sozialer Gerechtigkeit, wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit oder die Debatte darüber, ab wann man in Deutschland als reich gilt. Auch hier prägt die mediale Darstellung maßgeblich die Wahrnehmung.
Verzerrte Berichterstattung des ÖRR
Die verzerrte Berichterstattung des ÖRR zeigt sich nicht in einzelnen Fehlern, sondern in strukturellen Mustern. Relevante Ereignisse werden verkleinert, unbequeme Themen gemieden und politische Gewalt unterschiedlich bewertet. Wer sich ein vollständiges Bild der Lage verschaffen will, kommt kaum umhin, mehrere Informationsquellen zu nutzen und Berichterstattung kritisch zu hinterfragen.