Nischenprodukte

Welche Nischenprodukte eignen sich zum Verkauf? Die richtige Nische finden ist das große KunststĂŒck, weil sie ĂŒber Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Grund genug also, dass wir dieses Thema nĂ€her unter die Lupe nehmen. In diesem Artikel findest du:

  1. Eine Anleitung, wie du die richtigen Nischenprodukte finden kannst
  2. Beispiele fĂŒr erfolgreiche Nischenprodukte
  3. Möglichkeiten, wie du die Nischen anderer fĂŒr dich nutzen kannst.

Übungen zu jedem Thema. FĂŒr die DurchfĂŒhrung der Übungen benötigst du einen Papierblock und einen Stift.

 

Definition & Kennzeichen Nischenprodukte

Worum geht es hier eigentlich? Eine Nische ist spezieller Teilbereich einer Branche. Im Bereich Gesundheitswesen war die Produktion von individuellen Gesichtsmasken eine absolute Nische – bis Corona kam und der Markt mit Masken geflutet wurde. Eine lukrative Nische kann sich also auch verĂ€ndern. Positiv wie negativ. Es ist deshalb wichtig, immer den Markt zu beobachten und Trends frĂŒhzeitig zu erkennen.

Nischenseiten – hierbei geht es hĂ€ufig um Webdienstleistungen. Bei Nischen-Seiten handelt es sich daher um sehr spezielle Themen, mit denen hĂ€ufig eine ganz spezielle Fragestellung geklĂ€rt wird. Zum Beispiel eine Website fĂŒr WirbelsĂ€ulenschĂ€den bei Hunden oder Reparatur von E-Scootern. Beides sehr spezielle Themen. Beide mit dem Ziel, dass Suchende ĂŒber Google exakt auf diese Seiten stoßen und dort einen Service beauftragen, ein eBook kaufen oder einfach auf Werbung klicken.

Die Idee dahinter: Fragen oder Probleme, die hÀufig gegoogelt werden aber kaum sinnvolle Treffer liefern mit Inhalten besetzen. Google schickt die Besucher und der Betreiber der Nische muss nur noch die passenden Umsatzinstrumente aktivieren. So einfach ist das GeschÀft.

Auf die richtige Nische kommt es an. Nischenseiten beziehen sich auf Onlinedienstleistungen wÀhrend ein Nischenprodukt ein physisches Produkt oder eine Dienstleistung ist.

 

Anleitung das richtige Nischenprodukt finden

Bevor du ein Kleingewerbe grĂŒndest und viel investierst, muss das Produkt feststehen. Bei grĂ¶ĂŸeren GrĂŒndungen wird deshalb ein Businessplan geschrieben. Vielleicht möchtest du nur eine kleine Nische besetzen oder zunĂ€chst nur ein Kleingewerbe grĂŒnden. In beiden FĂ€llen macht es daher absolut Sinn, sich mit den Themen des Businessplans auseinander zu setzen:

  1. Die Idee, das Nischenprodukt, Angebote und Zielgruppe
  2. Marktanalyse & Wettbewerbssituation
  3. Vision: Zukunft und Ziele
  4. Strategie – Wie soll das gesteckte Ziel erreicht werden?
  5. Marketing – Wie sollen Kunden erreicht werden
  6. Die Rechtsform und steuerlich relevante Themen
  7. Das GrĂŒnderteam, Wissen, Erfahrung, VerfĂŒgbarkeit
  8. Der Finanzplan, ggf. inklusive Finanzierungsplan

Ein kompletter Businessplan ist ein kleines Buch. Spar dir diese Arbeit, investiere jedoch Zeit indem du dir zu jedem der acht Punkte Notizen machst. Vor allem die ersten fĂŒnf Punkte sind wichtig.

 

#1 Schritt – Nischenprodukte finden

Eine Nische muss nicht deinem tiefsten, inneren Seelenwunsch entsprechen. Nur selten sind lukrative Nischen solche, bei denen ein idealistisches Thema behandelt wird. Dennoch musst du inhaltlich einen Zugang zur Nische finden, weil du in den nÀchsten Monaten viel Zeit damit verbringen wirst. Um das Produkt mit Leidenschaft und Liebe zum Erfolg zu bringen, musst du also voll dahinter stehen.

Übung: Nimm dir ein Blatt Papier und schreibe alle Begriffe auf, die dir zu folgenden Themen einfallen:

  • Das wollte ich schon immer werden.
  • Das kann ich besonders gut.
  • Meine Leidenschaft ist…
  • Ich habe Probleme mit … oder kenne Menschen die ein solches Problem haben.
  • Angst habe ich vor….

 

Ein erfolgreiches Nischenprodukt ist ein solches, welches Geld verdient. Und hier kommt ein interessanter Fakt zum Tragen:

Menschen zahlen nicht fĂŒr ein Produkt, sondern fĂŒr eine Problemlösung.

Das bedeutet, wenn dein Produkt die Lösung fĂŒr ein Problem ist, verkauft es sich fast von alleine. Aus diesem Grund enthĂ€lt die Aufstellung oben auch bewusst Fragestellungen zu Ängsten und Problemen. Es sind nebenbei bemerkt auch Themen, die mit am hĂ€ufigsten in Google gesucht werden. Diese Themen lohnen sich fĂŒr dich daher doppelt.

 

Idee konkretisieren

Sich selbst Gedanken machen und niederschreiben ist der erste Schritt. Die Gedanken reflektieren und aussortieren der zweite Schritt. Als nĂ€chstes solltest du die Ideen konkretisieren. HierfĂŒr gibt es praktische Keyword Tools. Im verlinkten Artikel findest du kostenlose Tools, mit denen du online deine Ideen checken kannst.

Konkret bieten dir die kleinen Helferlein Infos zu deiner Idee. Im folgenden Screenshot findest du ein Beispiel fĂŒr die Idee “Kleingewerbe”. Das Keyword Tool findet dazu passende Begriffe.

Zum Thema “Kleingewerbe” gehören also auch die Themen selbststĂ€ndig, Umsatzsteuer, Kleingewerbe anmelden, usw. Diese verwandten Begriffe liefern dir wertvolle Informationen, weil du damit deine Produktnische erweitern kannst. Sie helfen dir aber auch bei der Konkretisierung deiner Idee.

Die zweite Spalte der Aufstellung zeigt das Suchvolumen. Das Volumen ist nicht 1:1 nutzbar, weil es nicht zwischen organischer und bezahlter Suche unterscheidet. Es gibt aber einen groben Ausblick, ob deine Nische fĂŒr dich zu groß ist (Konkurrenz unerreichbar). Oder ob die Nische zu klein ist und der Aufwand sich nicht lohnen wĂŒrde.

Es gibt mehrere gute Keyword Tools, probiere sie und nutze das fĂŒr dich beste Tool. Trage die Schlagwörter der obigen Übung ein und lass dich ĂŒberraschen, welche Themen die Tools dir vorschlagen.

 

#2 Suchvolumen analysieren

Die genannten Keyword Tools verrichten einen guten Job. Nutze sie, um Themen zu recherchieren. Betrachte dabei auch immer das Suchvolumen, weil dieses dir zeigt, wieviel Traffic du spÀter maximal erwarten kannst.

Hierbei ist jedoch ein Aspekt besonders wichtig: das Suchvolumen bezieht sich auf den Suchbegriff, also das Problem. Die Lösung (dein Nischenprodukt) kann jedoch ganz anders lauten. Ein Beispiel: Suchbegriff “Haarausfall”, dein Nischenprodukt “Super Tinktur 2000” kennt jedoch noch niemand und sucht deshalb auch niemand.

Orientiere dich bei deiner Recherche deshalb unbedingt an den Problemen die du lösen möchtest. Nutze fĂŒr Produktname, Firmenhomepage und Marketing die Keywords, nach denen deine Zielgruppe sucht.

▶ Nischen, die langfristig passives Einnahmen bringen

 

#3 Marktanalyse

Worum geht es?
Bei der Marktanalyse geht es um den Wettbewerb. Wir hören oft kritische Stimmen die sagen, im Jahr 2020 sind alle interessanten Nischen bereits besetzt. Die Konkurrenz ist uns Jahre voraus – das können wir nicht aufholen. Wir haben am Markt eh keine Chance.

Wenn du das auch so siehst, dann schließe jetzt Finafix und schau irgendeine Serie auf Netflix. Als Netflix 2007 mit dem Video Streaming begann, wurde der Anbieter von allen belĂ€chelt. Die etablierten Videotheken hatten ihre Kunden und nahmen den Zwerg nicht ernst. Der Markt fĂŒr Videos sei gesĂ€ttigt, war damals die landlĂ€ufige Meinung. Heute hat Netflix 192 Millionen zahlender Kunden. Netflix ist erfolgreich, weil man einfach ein besseres Produkt angeboten hat.

Es zeigt sich also, dass auch in scheinbar gesĂ€ttigten MĂ€rkten ungeahnte UmsĂ€tze generieren lassen. Vorausgesetzt, die Marktanalyse war grĂŒndlich. Stelle dir deshalb folgende Fragen:

  • Gibt es bereits Anbieter mit Ă€hnlichen Produkten am Markt?
  • Wie erfolgreich sind die Anbieter?
  • Welche Schwachstellen hat der Mitbewerber?
  • In welchen Aspekten sind dein Nischenprodukte besser?
  • Auf welchen MarketingkanĂ€len ist dein Mitbewerber aktiv?

 

#4 Potentialanalyse 

Worum geht es?
Die Punkte Marktanalyse und Potentialanalyse ĂŒberschneiden sich. Wo kein Markt ist, ist auch kein Potential. Dennoch gibt es Themen, fĂŒr die zwar ein Markt besteht aber das Potential zu gering ist. In der Potentialanalyse geht es also darum, das finanzielle Potential deiner Idee zu ermitteln.

Tools zur Potentialanalyse

Einerseits gibt es natĂŒrlich Firmen und Dienstleister. Diese sind auf ExistenzgrĂŒndung spezialisiert und können deshalb auch Potentialanylseun durchfĂŒhren. Wenn du hingegen kein Geld ausgeben möchtest oder vorab selbst recherchieren willst, kannst du auch selbst recherchieren.

Das wohl bekannteste Analysetool ist die Google-Suche. Google deine Nischenprodukte und lese die ersten 20 Treffer. Sie werden dir einen guten Überblick ĂŒber die Marktsituation geben. Behalte die folgenden Aspekte im Hinterkopf:

  • Handelt es sich um Produkte oder allgemeine Wiki Seiten?
  • Sind die Treffer aktuell oder die Seiten veraltet?
  • Findest du in den Treffern Ă€hnliche Nischenprodukte und wenn ja, wie unterscheiden sie sich von deiner Produktidee?
  • Gibt es Foren, die sich mit dem Thema beschĂ€ftigen? Foren liefern wertvolle Informationen fĂŒr die Probleme und Ängste deiner Kunden. Nutze dieses Wissen.

 

Weitere wichtige Hinweise ist die Domain Authority (DA). Dies ist eine Zahl zwischen 0 und 100. Die DA gibt an, wie relevant die Seite im Internet ist. Der DA Wert gibt dir also Aufschluss, wie stark oder schwach dein Mitbewerber ist. Den DA Wert jeder Website zeigt dir zum Beispiel das Plugin MozBar kostenlos an. Zu jeder Website blendet es dir den DA Wert und die wichtigsten Backlinks ein. Zum Thema Backlinks gibt es auch nĂŒtzliche Backlink Checker. WofĂŒr du diese nutzen kannst und welche Vorteile sie dir bringen, liest du im verlinkten Artikel.

 

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Werbeeinnahmen kalkulieren

Handelt es sich bei dem Produkt um eine Nischenseite, dann sind Werbeeinnahmen interessant. Diese lassen sich relativ leicht vorhersagen, weil Google die Klickpreise veröffentlicht. Um an die begehrten Zahlen zu gelangen, ist lediglich einkostenloser Adwords Account von Google notwendig. Dort siehst du die Preise, die AdWords-Werbekunden ungefĂ€hr zahlen mĂŒssen. Je höher der Preis, desto höher auch dein Umsatzpotential mit Werbeanzeigen. Nachdem dieses Thema aber vor allem Nischenseiten betrifft, möchten wir das an dieser Stelle ausklammern.

 

Grenzen der Potentialanalyse

Die Potentialanalyse kann eines leider nicht: in die Bilanz deiner Mitbewerber blicken. Diese Information wĂ€re besonders hilfreich um zu erfahren, ob die Nische Ertragreich ist oder nicht. Andererseits wissen wir aus dem Beispiel Netflix, dass selbst hart umkĂ€mpfte Produktnischen hoch profitabel sein können. Du musst einfach besser sein als deine Konkurrenz. Wenn das Produkt ein Problem besser löst, einfacher zu bedienen ist oder sich leichter erschließt, gewinnst du das Spiel fĂŒr dich.

 

Beispiele fĂŒr erfolgreiche Nischenprodukte

Viele Produkte starten ganz klein in einer Nische. Elektroautos gibt es schon seit 20 Jahren – es war ein Nischenmarkt bis Tesla kam. Handys mit Touch-Bedienung gab es schon Jahre bevor Apple das iPhone vorstellte. Videos und Kino existierten schon 100 Jahre vor Netflix.

Erfolgreiche Nischenprodukte sind daher nur selten top Innovationen. Es geht vielmehr darum, den Kunden zu verstehen. Was braucht der Kunde? Welches Problem beschÀftigt unsere Gesellschaft? Und: wie lÀsst sich die Problemlösung profitabel vermarkten? Wenn du die oben beschriebenen, 4 Punkte konsequent umsetzt, ist der Erfolg auf deiner Seite.

Schmerz Hilfe

Der Osteopath Robert Bordas ist renommiert. Er hat eigene Patente und eine gut laufende Praxis. Mit seiner Praxis erreicht er jedoch nur die Menschen, die im Umkreis wohnen. Sein Wissen rund um die Behandlung von Schmerzen bietet der Osteopath deshalb nun online an. In digitalen Kursen können Kunden Schmerz Hilfe buchen. Konkrete Anweisungen, wie Nackenschmerzen, Hals- oder Schulterschmerzen zu behandeln sind, ist das Produkt.

Die Nackenschmerzen Übungen sind nicht neu. Die Techniken greifen auf lange Tradition zurĂŒck. Der Zugangsweg hingegen ist eine Innovation. Osteopathie ohne Osteopath ist tatsĂ€chlich ein Novum. Under Preis fĂŒr die Schmerz Hilfe nur ein Viertel einer normalen Behandlung. Somit macht das Produkt Schmerz-Hilfe drei Dinge besser als die Konkurrenz:

  • Bequemer Zugangsweg (online).
  • Deutlich gĂŒnstiger als eine Sitzung bei Ostepathen.
  • Rund um die Uhr verfĂŒgbar – auch wenn Ärzte geschlossen haben.

 

 

Die Nischen anderer nutzen

Warum das Rad neu erfinden? Manchmal kann es ganz ratsam sein, ein bereits bestehendes Produkt zu nutzen. Die Produktverantwortung liegt dann in HĂ€nden der Betreiber. Das ist definitiv ein Vorteil. Bestehende Produkte verkaufen bedeutet, dass du dich in erster Linie ums Marketing kĂŒmmerst. Versand und Stornos wickelt der Anbieter fĂŒr dich ab.

Reselling – physische Produkte weiterverkaufen

Eine Option, die in den vergangen Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat, ist Reselling. FĂŒr Reselling Produkte gibt es MarktplĂ€tze auf den denen Produkte gekauft und unter eigenem Namen weiterverkauft werden können. Auf diese Weise lassen sich Produkte in großer StĂŒckzahl gĂŒnstig einkaufen um sie dann zum Beispiel als Ebay Reseller zu verkaufen. Reselling bedeutet, dass externe Dienstleister fĂŒr dich

  • Lagerhaltung
  • Verpackung
  • Versand
  • Retouren

ĂŒbernehmen und dafĂŒr eine Monatspauschale sowie einen geringen Preis pro Produkt erhalten. Das Thema ist höchst interessant. Wir haben dir deshalb einen eigenen Artikel hierzu geschrieben: ▶ Reseller werden

Reselling digitaler Produkte

Physische Produkte sind aufwendig, vor allem wenn man sich um Lagerhaltung und Distribution selbst kĂŒmmert. Bei digitalen Produkten entfĂ€llt dieser Aufwand. Geeignete Produkte finden sich zum Beispiel im Marketplace von Digistore. Der Ablauf ist denkbar einfach:

  1. Auf einer Reselling Plattform registrieren (z.B. Digistore)
  2. Geeignete digitale Nischenprodukte herauspicken (du erhÀltst jeweils einen individuellen Link)
  3. Den Link posten, vermarkten und an jedem Verkauf verdienen.

Bei den oben genannten Schmerz Hilfe Kursen verdienst du zum Beispiel 5 EUR pro Verkauf. Ein Posting, welches 10.000 Leser erreicht fĂŒhrt zu durchschnittlich 90 – 120 VerkĂ€ufen. Ein einzelnes Posting auf Instagram kann dir somit 450 – 600 EUR Ertrag einbringen. Ohne, dass du selbst ein Produkt erstellen musst – wohlgemerkt!

Digitale Nischenprodukte sind deshalb auf der Überholspur. Sie lohnen sich fĂŒr Anbieter, weil das Volumen hervorragend skalierbar ist. Sie lohnen sich aber auch fĂŒr den Marketer, weil mit geringem Aufwand ein hohes Ertragsvolumen generiert werden kann.

▶ Nischen, die langfristig passives Einnahmen bringen

Unsere Autoren schreiben in ihrer Freizeit. Danke fĂŒr's bewerten
[Gesamt: 3 Schnitt: 5]
Von Chris

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Reseller werden ist einfacher als gedacht, weil Sie sehr schnell und einfach durchstarten können. Reselling basiert auf der Grundidee des Handels. GĂŒnstig einkaufen, mit Aufpreis verkaufen. Dieser Artikel hilft Ihnen, weil wir Ihnen Reselling Produkte vorschlagen,...

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